Einleitung?

Ein kurzer Einstieg in die juristischen Gedankenwelt.

Rechtsstaatliche Prinzipien?

Überblick über rechtsstaatliche Prinzipien, Struktur insbesondere Gewaltenteilung und Gesetzgebung

Rechtsgebiete und Gerichtsbarkeiten?

Überblick über die Abgrenzung folgender Rechtsgebiete bzw. Gerichtsbarkeiten: Staatsrecht, Verwaltungsrecht, Strafrecht, bürgerliches Recht, Handelsrecht

EU-Recht?

Überblick über die Organisation der EU sowie Einfluss auf das deutsche Gesundheitswesen
Gedankenwelten

Denken im Trichter

Die juristischen Methoden folgen gewissen Grundsätzen. Daraus ergeben sich gewissen Überlegungen, wie man auch in der Prüfung vorgehen kann.  So bietet es sich beispielsweise an, bei seinen Antworten von einer generellen Ebene („Grundsätzlich ist es so und so geregelt.“) über eine speziellere Ebene („Auf Verordnungsebene existieren Ausnahmen von diesem Grundsatz. Sie lauten…“) bis zum konkreten Einzelsachverhalt vor („Vorliegend denke ich, dass…“). Ich nenne das »Trichterprinzip«, da man das Thema gedanklich immer weiter eingrenzt. Dies schützt vor vorschnellen (falschen) Antworten, da man sich systematisch dem Problem der konkreten Frage nähert. Dies ist wichtig, da es auf jedes Detail in einem Sachverhalt ankommen kann. So kann sich die Antwort bis zur letzten Ebene und dem letzten Prüfschritt im Trichterprozess verändern. Daher sagen Juristen auch so oft „kommt darauf an…“. Eine Weise Antwort und nicht wie man oft meint eine Ahnungslosigkeit! In der Praxis schützt dieses Vorgehen zudem vor Haftungsfallen und in der Prüfung kann man mit systematischem Überblick und Verständnis glänzen.

Das Trichterprinzip ist somit nicht nur als Taktik für die Rechtsprüfung geeignet, sondern im gesamten Berufsleben!

Nicht zu juristisch werden!

Bei aller Sinnhaftigkeit sich die juristischen Methoden für die Prüfung anzueignen, gibt es klare Grenzen. Die staatliche Prüfung bzw. die Teilprüfung Recht wird häufig von Heilberuflern wie Apothekern oder Ärzten abgenommen. Während es Rechtswissenschaftler über die vorgestellten Denkweisen hinaus lieben Meinungen auszutauschen, streitbar zu vertreten und selbst höchstrichterliche Rechtsprechung rechtsdogmatisch zu kritisieren, wäre dies in der staatlichen Prüfung wohl weniger zielführend. Denn die Prüfer sind i. d. R. verwaltungsrechtlich ausgerichtet – tendenziell restriktive Auslegung von Rechtsnormen am Wortlaut des Gesetzes – und allenfalls an der derzeitig gültigen Rechtsprechung orientiert. Alternativ durchaus vertretbare Meinungen werden hier vermutlich selten auf ein offenes Ohr treffen.